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Zusammenkommen, austauschen, gestalten – Rückblick Fachtagung „Dritte Orte“

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Im Rahmen der Woche der Medienkompetenz Rheinland-Pfalz drehte sich am 10. Juni im Media:TURM alles um sogenannte „Dritte Orte“. Die Fachtagung bot spannende Einblicke und intensive Diskussionen rund um die Frage, welche Rolle solche Orte in unserer Gesellschaft einnehmen – und künftig einnehmen sollten. Als Ort der medialen Teilhabe ist der Media:TURM selbst ein gelebtes Beispiel für einen Dritten Ort: ein Raum, der weder Arbeitsplatz noch privater Rückzugsort ist, sondern Begegnung, Austausch und gemeinsames Lernen ermöglichen soll.

Im Zentrum der Tagung des Bildungszentrum BürgerMedien e.V. und der Entwicklungsagentur Rheinland-Pfalz e.V. standen grundlegende Fragen: Was verstehen wir unter Dritten Orten? Und was müssen sie leisten? Schnell wurde deutlich, dass Dritte Orte weit mehr sind als offene Räume. Sie stärken demokratische Strukturen, fördern gesellschaftlichen Zusammenhalt und bieten niedrigschwellige Möglichkeiten zur Teilhabe. Als konsumfreie Räume ermöglichen sie Begegnung und Austausch, wirken Einsamkeit entgegen und schaffen neue Formen von Gemeinschaft – ein Aspekt, der angesichts gesellschaftlicher Entwicklungen zunehmend an Bedeutung gewinnt.

In den Diskussionen wurde deutlich, dass viele Teilnehmende ähnliche Fragen bewegen: Wie gelingt es, die Attraktivität solcher Orte zu steigern? Wie können Kooperationen und Vernetzung gestärkt werden? Und wie schafft man niedrigschwellige Angebote, die tatsächlich genutzt werden? Starke Beispiele für gelungene Dritte Orte boten unter anderem Egide van Houtem, Leiter der Bibliothek Kerkrade, und Antje Boerner, 42kaiserslautern gGmbH.

In zwei weiteren Impulsvorträgen wurde betont, dass Dritte Orte aktiv gestaltet werden müssen: inklusiv, partizipativ und orientiert an den tatsächlichen Bedarfen vor Ort. Erfolgreiche Beispiele zeigen, wie wichtig es ist, Bürger*innen einzubeziehen, bestehende Netzwerke zu nutzen und Synergien zu schaffen. Gleichzeitig wurde davor gewarnt, Dritte Orte als „eierlegende Wollmilchsau“ zu verstehen. Dritte Orte können und sollen nicht alle gesellschaftlichen Herausforderungen allein lösen. Viele Dritte Orte leben vom Engagement einzelner Bürger*innen – doch dieses ehrenamtliche Engagement sollte ergänzen, nicht kommunale Verantwortungsbereiche ersetzen.

Die Tagung hat gezeigt: Dritte Orte sind immer wichtigere Zukunftsorte für gesellschaftliche Teilhabe. Der Media:TURM Ludwigshafen positioniert sich hier als aktiver Mitgestalter – ein Ort, der Menschen zusammenbringen möchte, Medienkompetenz stärkt und Raum für gemeinsames Lernen und Experimentieren bietet.